Projekt -Blog zum neuen "Place To Be" der Internetszene Hamburgs.

Erstes Gespräch mit neuer Eigentümerin der Spiegel-Insel

Hochtief Plakat an einem Gerüst

Die Meldung Anfang August schlug ein wie eine Bombe: „HOCHTIEF hat die ehemalige Spiegel-Insel gekauft“. Was wird jetzt aus dem Konzept „Internet-Insel Hamburg“? Direkt nach dem Verkauf habe ich die HOCHTIEF Solutions AG kontaktiert und gestern mit der Niederlassung HOCHTIEF Solutions HTP Nord ausführlich über die Idee gesprochen. Das Gespräch war sehr konstruktiv.

Aber erstmal der Reihe nache: Als Anfang August die Pressemitteilung der IVG über den Verkauf des Areals raus kam, habe ich kurz darauf Kontakt zu der HOCHTIEF Solutions AG aufgenommen, um dort das Konzept „Internet-Insel“ vorzustellen. Aufgrund der Urlaubszeit konnten wir leider erst jetzt ein gemeinsames Treffen vereinbaren – in der digitalen Wirtschaft werden teilweise ganze Geschäftsmodelle in dieser Zeit entwickelt und verkauft. Aber die Internetwirtschaft und die Immobilienwirtschaft müssen sich erst mal langsam annähern.

 

Hochtief Plakat an einem Gerüst

Quelle: dpad

Ausgesprochen freundlich wurde ich im HOCHTIEF-Haus in Barmbek empfangen und im Gespräch stellte sich schnell heraus, dass das Konzept „Internet-Insel“ bisher nicht alle Punkte klar dargestellt hat.

Insbesondere die geplante Mieterstruktur ist anscheinend nicht eindeutig erläutert. Das Thema Kleinstvermietung kommt zwar in dem Konzept vor und ist wichtiger Bestandteil, sollte  aber den Eigentümer nur peripher tangieren, denn Coworking und kleinere Büros bis ca. 200qm sollen über Betreiberkonzepte umgesetzt werden, sodass der Vermieter für viele kleine Mieter nur einen Hauptmieter haben wird.

Aufgrund der Komplexität des Projekts (Denkmalschutz, Brandschutz, Sanierung, Neubau, Stellplätze, Stadtentwicklung usw.) wird die Planungsphase von HOCHTIEF noch einige Zeit in Anspruch nehmen, auch wenn HOCHTIEF natürlich grundsätzlich an einer schnellen Projektentwicklung interessiert ist.

Als Projektentwickler verfolgt HOCHTIEF das Ziel, das Ensemble zu sanieren und anschliessend zu verkaufen.

Ein von Sponsoren und Partnern getragenes Konstrukt wäre sicherlich auch hier denkbar und könnte für den späteren Käufer eine Option sein und gleichzeitig Leben in Hamburgs Start Up und Internetbranche bringen. Insbesondere die internationale Aussenwirkung würde dem Standort gut tun und die Suche nach Talenten vereinfachen.

Wir haben vereinbart, dass wir weiterhin im Gespräch bleiben, ein genaues Timing konnte mir leider noch nicht mitgeteilt werden.

Neben den Gesprächen mit HOCHTIEF hat ein weiteres Immobilien und Projektentwicklungsunternehmen den Kontakt gesucht und ihr Interesse an dem Konzept geäussert. In den kommenden Tagen werde ich gemeinsam mit dem Unternehmen einen „Spaziergang“ durch die Hamburger Innenstadt machen und mögliche Objekte für den Internet-Campus besichtigen. Bei diesem Ansatz fehlt natürlich die Geschichte der Lochkarte und das Insel-Feeling, er verfolgt aber dennoch den Campus-Gedanken und würde mit seiner Durchlässigkeit auch den Grundgedanken der Vernetzung mit anderen Wirtschaftszweigen vorleben.

Es bleibt also spannend!

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